Hockey: WU14 löst das Ticket zur Deutschen Meisterschaft

Zwei umkämpfte Spiele, zwei knappe Siege, beide erst im Schlussviertel entschieden: Unsere WU14 hat sich am vergangenen Wochenende bei der Süddeutschen Qualifikation in München den ersehnten Startplatz in der Zwischenrunde der Deutschen Meisterschaft erkämpft.

Vier Mannschaften spielten in der Qualifikationsgruppe B um den Einzug in die Zwischenrunde: neben unserer WU14 der gastgebende Münchner SC, der HC Heidelberg und der VfL Bad Kreuznach.

Der Samstagnachmittag auf der Anlage des Münchner SC geriet bei strömendem Regen zur echten Geduldsprobe. Gegen den VfL Bad Kreuznach war es über die volle Distanz ein Spiel auf ein Tor: Hanau drückte, kombinierte und erspielte sich Strafecke um Strafecke, und trotzdem lagen unsere Mädels zurück. Die Rheinland-Pfälzerinnen hatten ihre einzige nennenswerte Gelegenheit in der 13. Minute genutzt und verteidigten danach mit bewundernswerter Leidenschaft, mit vielen Beinen und gefühlt noch mehr Schlägern vor dem eigenen Tor.

Es dauerte bis weit ins vierte Viertel hinein. Dann endlich, in der 50. Minute, fand eine der zahlreichen Strafecken den Weg ins Netz, und der Jubel kannte keine Grenzen. Damit war der Bann gebrochen: Fünf Minuten später stand es 2:1, und mit diesem hochverdienten Sieg zog unsere WU14 ins Finale der Qualifikationsrunde ein. Einem Rückstand hinterherzulaufen und trotzdem nie aufzugeben: Das hat die Mannschaft in dieser Saison schon mehrfach gezeigt.

Am Sonntagmittag zeigte sich das Wetter dann von seiner freundlichen Seite, ideale Bedingungen für schnelles Hockey. Und auch das Finale gegen den gastgebenden Münchner SC war ein ganz anderes Spiel. Zwei gleichwertige Mannschaften, wenige klare Gelegenheiten, dafür Spannung von der ersten bis zur letzten Minute. Die erste dieser raren Chancen nutzte Hanau eiskalt: Schon in der siebten Minute zappelte der Ball nach einer Strafecke im Münchner Tor.

Die frühe Führung hielt bis kurz vor der Halbzeit, dann glichen die Gastgeberinnen ihrerseits per Strafecke aus. Im dritten Viertel drängten die Münchnerinnen mit aller Macht auf die erneute Führung, ein Treffer sprang dabei aber nicht heraus, denn unsere Mädels standen tief, konzentriert und zweikampfstark.

Im Schlussviertel drehte Hanau noch einmal auf und mobilisierte alle Kräfte. In der 53. Minute fiel, nach einer schön herausgespielten Strafeckenvariante, das verdiente 2:1. Die letzten sieben Minuten gehörten der Schlussoffensive der Gastgeberinnen, und als Hanau kurz vor dem Ende nach einer Grünen Karte auch noch in Unterzahl spielen musste, hing der Sieg noch einmal in der Luft. Doch mit abgeklärter Verteidigungsarbeit überstand unser Team auch diese Phase schadlos und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.

Damit ist das große Ziel erreicht. Unsere WU14 folgt der WU16 in die Zwischenrunde der Deutschen Meisterschaft, und am kommenden Wochenende geht die Reise damit weiter nach Braunschweig.

Ein herzlicher Dank geht natürlich an unseren Trainer Santiago Fuentes. Und an die vielen Eltern und Fans, die die weite Reise nach München auf sich genommen haben: Sie haben an beiden Tagen für eine großartige Stimmung gesorgt und die Mannschaft im Finale regelrecht zum Sieg getragen.

Es spielten: Lilly Behring, Felicitas Braun, Emma Buchwalter, Lina Calandra, Leya De Castro, Rosalie Dlugosch, Emilia Heller, Jara Hörseljau, Greta Lach, Mila Olbrich, Marie Peters, Luise Reckmann, Pia Schmidt, Liv Spriesterbach, Greta Wein, Hannah Wein, Louisa Zedel