HOCKEY // WU16 wird vor heimischer Kulisse Hessenmeister im Feld

Lautes Trommeln, Fahnen und Hörner auf der Tribüne, die beiden besten Mannschaften der Vorrunde auf dem Platz und lange kein Tor: Spannender hätte das Finale der Hessenmeisterschaft am vergangenen Sonntag kaum ausfallen können. Von der ersten Minute an bekamen die Zuschauer in der Michael Bailly Arena hochklassiges Hockey zu sehen, entschieden wurde die Partie durch einen einzigen Treffer im dritten Viertel, 1:0 gegen den SC Frankfurt 1880. Unsere WU16 ist Hessenmeister.

Angefangen hatte alles Ende April, gegen denselben Gegner und mit demselben Ergebnis. Ein Vorbote auf das, was am Saisonende kommen sollte. Auch damals hieß es 1:0 gegen den SC 80, und das Tor fiel sogar noch später, im Schlussviertel in der 52. Minute. Eine Woche später gab es beim Wiesbadener THC ein 4:1, danach ein 3:1 gegen den SC SAFO Frankfurt und Ende Mai ein 3:0 beim HC Bad Homburg. Vier Spiele, vier Siege, dann ging es in die Sommerpause.

Der einzige Rückschlag der Saison kam kurz nach dem Wiederbeginn im August, beim Gastspiel in Frankfurt. Zur Halbzeit stand es noch 0:0, am Ende verlor unser Team mit 0:3 gegen den SC 80. Die Antwort darauf gab die Mannschaft in der restlichen Rückrunde: wieder ein 4:1 gegen Wiesbaden, ein 2:0 bei SAFO und ein 2:0 gegen Bad Homburg. Mit sieben Siegen aus acht Spielen, 19:6 Toren und 21 Punkten beendete unsere WU16 die Vorrunde auf Platz eins, zwei Punkte vor dem SC 80.

Die Endrunde fand am vergangenen Wochenende auf unserer Anlage statt, und die Fans machten daraus ein kleines Fest. Über beide Tage war die Unterstützung von der Tribüne zu hören, und die Emotionen waren auf und neben dem Platz zu spüren. Man merkte der Mannschaft an, wie sehr sie dieser Rückhalt nach vorne brachte. Im Halbfinale gegen den HC Bad Homburg ließ sie am Samstag keine Zweifel aufkommen. Schon zur Halbzeit führte Hanau mit 4:0, am Ende stand ein 8:1.

Das Finale am Sonntag wurde dann die erwartet enge Angelegenheit. In den ersten beiden Vierteln war der SC 80 optisch leicht überlegen und erspielte sich eine Handvoll Strafecken, während Hanau zu keiner einzigen kam. Ein Tor fiel trotzdem nicht. Nach dem Seitenwechsel wurde unser Team stärker, kam selbst zu mehreren Strafecken und ging im dritten Viertel verdient mit 1:0 in Führung.

Im Schlussviertel warf der SC alles nach vorn, und als Hanau nach einer grünen Karte ein paar Minuten in Unterzahl überstehen musste, wurde es noch einmal eng. Doch die Mannschaft verteidigte sicher. In der Schlussminute bekam der SC 80 seine letzte Strafecke, die Fans hielten den Atem an, aber auch diese blieb ohne Erfolg. Kurz darauf war das Spiel vorbei und der Titel perfekt.

In den vergangenen Jahren war die Mannschaft im Feld mehrfach Vizemeister geworden. Diesmal gelang der letzte Schritt, und sie belohnte sich für eine starke Runde. Als Hessenmeister geht es nun ohne Umweg weiter zur Zwischenrunde der Deutschen Meisterschaft, gespielt wird am 17. und 18. Oktober in Berlin bei den Zehlendorfer Wespen.

Ein großer Dank geht an das Trainerteam Santiago Fuentes und Sebastian Pudlo, das die Mannschaft durch diese erfolgreiche Saison geführt hat, sowie an alle Eltern und Fans, deren Unterstützung nicht nur an diesen beiden Tagen zu hören und zu spüren war.

Es spielten: Emma Buchwalter, Lara Calandra, Janna Eschmann, Milla Fetz, Lia Günther, Emilia Heller, Greta Höfle, Pauline Hohmann, Sarah Kupczyk, Greta Lach, Ann-Sophie Lehmann, Alina Mathes, Réka Mészáros, Sophia Peters, Valerie Pudlo, Nele Rautenberg, Luise Reckmann, Jülide Schmidt, Pauline Schmitz, Alexandra Schulz, Lotta Weimann, Hannah Wein, Louisa Zedel

Text: Robert Peters