
Nur drei Gegentore in sieben Vorrundenspielen, die stärkste Abwehrleistung der Liga, und am Ende ein nervenzerreißendes Shoot-out: Unsere weibliche U14 hat bei der Endrunde am vergangenen Wochenende in Frankfurt eine starke Feldsaison 2026 abgeschlossen. Im Halbfinale gegen den späteren Meister Wiesbaden fehlte nur ein Tor.
Zum Saisonauftakt Ende April in Wiesbaden lag der erste Sieg schon in der Luft. Unser Team führte zur Halbzeit mit 2:0. Nach dem Seitenwechsel wurden die Gastgeberinnen stärker und glichen noch zum 2:2 aus. Es war das einzige Spiel der Vorrunde, in dem Hanau mehr als ein Gegentor kassierte.
Danach ließ die Mannschaft nichts mehr zu. Gegen den Rüsselsheimer RK gab es ein 4:0, beim SC SAFO Frankfurt ein 3:0. Gegen den HC Bad Homburg blieb es beim 0:0, trotz vieler Chancen wollte der Ball nicht ins Tor. Im August folgten ein 3:0 beim Limburger HC und ein 2:0 beim MTV Kronberg. Fünf Spiele in Folge zu null.
Erst am letzten Vorrundenspieltag Anfang September war die Serie zu Ende. Gegen den SC Frankfurt 1880, der die Vorrunde mit 31 Toren als Erster abschloss, verlor unser Team zuhause mit 0:1. Bis zur Halbzeit stand es 0:0, das entscheidende Tor fiel im dritten Viertel. Ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Frankfurterinnen etwas mehr Glück hatten. Am Ende der Vorrunde standen vier Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage bei 14:3 Toren. Mit 14 Punkten zog Hanau als Dritter in die Endrunde ein.
Dort ging es am Samstag im Halbfinale gegen den Wiesbadener THC, der als einzige Mannschaft ohne Niederlage durch die Vorrunde gekommen war. Nach einem frühen Rückstand im ersten Viertel war unser Team optisch überlegen und hatte die besseren Chancen. Die Dramaturgie hätte dann kaum grausamer sein können. Der Ausgleich fiel erst im Schlussviertel, der Jubel hielt jedoch nur Sekunden, dann schlug Wiesbaden zurück und zog mit 2:1 ins Finale ein. Die Mädels waren danach am Boden zerstört.
Umso mehr spricht für sie, wie sie sich am Sonntag wieder aufgerappelt haben. Im Spiel um Platz drei gegen den HC Bad Homburg regnete es in Strömen, der Gegner kämpfte verbissen um jeden Ball, und wieder lag Hanau schon im ersten Viertel zurück. Der Ausgleich gelang im dritten Viertel. Der Rest der Partie brachte keine Entscheidung mehr, und so ging es direkt ins Penalty-Shoot-Out.
Auch nach je fünf Schützinnen stand es unentschieden, sodass der Sudden Death folgte. Erst nach zwei weiteren Durchgängen fiel die Entscheidung. Mit 7:6 behielten unsere Mädels die Nerven und sicherten sich Platz drei, der für die Qualifikationsrunde zur Deutschen Meisterschaft reicht.
Damit geht die Saison weiter. Am Wochenende des 10. und 11. Oktober tritt das Team in der Qualifikationsgruppe B in Bayern an. Der genaue Austragungsort steht noch nicht fest, das entscheidet sich mit der bayerischen Endrunde.
Ein großer Dank geht an Trainer Santiago Fuentes und Co-Trainerin Carolin Eschmann, die das Team durch die Saison geführt haben, sowie an alle Eltern und Fans.
Es spielten: Lilly Behring, Felicitas Braun, Frida Brinkmann, Emma Buchwalter, Enna Burkard, Lina Calandra, Leya De Castro, Emilia Heller, Jara Hörseljau, Anna Koch, Greta Lach, Mila Olbrich, Marie Peters, Luise Reckmann, Pia Schmidt, Liv Spriesterbach, Deike Springsguth, Greta Wein, Hannah Wein, Louisa Zedel
Text: Robert Peters

