Die 1. Herren des Hanauer THC mussten sich am vergangenen Wochenende auswärts gegen Rot-Weiß München mit 1:3 geschlagen geben. Unter außergewöhnlichen Umständen entwickelte sich eine Partie, die sowohl sportlich als auch organisatorisch von schwierigen Bedingungen geprägt war.
Bereits die Anreise verlief alles andere als optimal. Aufgrund mehrerer Verspätungen im Bahnverkehr gestaltete sich die Fahrt nach München chaotisch. Auf der Anlage des Wacker München angekommen, warteten die nächsten Herausforderungen. Da auf der eigentlichen Anlage von Rot-Weiß München aufgrund des Länderpokals der MU16 nicht gespielt werden konnte, wurde die Begegnung zum Wacker München verlegt.
Hinzu kamen extreme Wetterbedingungen. Bei Temperaturen von über 35 Grad und einer ausgefallenen Bewässerungsanlage der Platz komplett trocken. Noch kurz vor Spielbeginn war unklar, ob die Partie unter diesen Umständen überhaupt stattfinden würde.
Die Hanauer fanden nur schwer in die Begegnung und mussten bereits in der 12. Minute den ersten Gegentreffer hinnehmen. Rot-Weiß München nutzte seine Chancen konsequent und erhöhte in der 17. sowie in der 27. Minute auf 3:0. Mit diesem Rückstand ging es in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es den Gästen zunächst nicht, entscheidend Druck aufzubauen. Erst zehn Minuten vor dem Ende konnte Jan Werner den Anschlusstreffer zum 1:3 erzielen. In der Schlussphase nahm Hanau zudem den Torhüter zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Platz, um in Überzahl noch einmal für Gefahr zu sorgen. Weitere Treffer sollten jedoch nicht mehr fallen.
So stand am Ende eine 1:3-Niederlage für die Hanauer Herren. In einem insgesamt niveauarmen Spiel verhinderten die schwierigen äußeren Bedingungen auf beiden Seiten einen geordneten Spielfluss.
Trotz der sportlichen Enttäuschung ließen sich die Hanauer die Stimmung nicht verderben. Auf der Heimfahrt sorgte die Mannschaft für gute Laune und konnte die gemeinsame Auswärtsreise trotz aller Widrigkeiten mit viel Humor ausklingen lassen. Zurück in Hanau fand der Tag schließlich einen versöhnlichen Abschluss auf dem Sommerfest.
Text: Konstantin Kovacevic

