Penalty-Schießen, Finaleinzug, Vizemeistertitel – und dann auch noch ein starker fünfter Platz bei der Süddeutschen Meisterschaft in Tuttlingen: Unsere WU14 hat in der Hallensaison 2025/26 für Furore gesorgt. Nach einer starken Hauptrunde auf dem dritten Tabellenplatz zog das Team ins Final4 ein, bezwang dort im Halbfinale den Wiesbadener THC im Penalty-Schießen und musste sich erst im Endspiel dem SC Frankfurt 1880 knapp geschlagen geben.
In der Hauptrunde zeigte sich das Team von Beginn an in starker Verfassung. Mit 21 Punkten aus neun Spielen, sieben Siegen und einem Torverhältnis von 22:8 belegte der Hanauer THC den dritten Platz. Besonders die Defensive überzeugte: Mit nur acht Gegentoren stellte Hanau eine der stabilsten Abwehrreihen des Wettbewerbs.
Das Final4 am 31. Januar 2026 war der erste Höhepunkt der Saison. Im Halbfinale wartete mit dem Wiesbadener THC ausgerechnet jenes Team, gegen das man in der Hauptrunde die erste Saisonniederlage kassiert hatte. Es entwickelte sich ein packendes Spiel, in dem keine Mannschaft den entscheidenden Vorsprung erzielen konnte – nach regulärer Spielzeit stand es 2:2. Also musste das Penalty-Schießen entscheiden: Nach den ersten drei Schützen pro Team war beim Stand von 3:3 immer noch keine Entscheidung gefallen. Erst im Sudden Death behielten die Hanauerinnen die Nerven und setzten sich mit 4:3 durch – ein emotionaler Kraftakt, der den Einzug ins Finale besiegelte.
Im Endspiel gegen den SC Frankfurt 1880 begegnete Hanau dem Favoriten auf Augenhöhe. Beide Teams hatten Chancen, beide Defensivreihen standen kompakt. Am Ende war es ein einziger Treffer in der ersten Halbzeit, der den Unterschied machte und das berühmte Quäntchen Glück, das in einem solchen Endspiel den Ausschlag gibt. Trotz der knappen Niederlage konnte die Mannschaft erhobenen Hauptes vom Platz gehen – als Vizemeister und mit dem sicher gelösten Ticket für die Süddeutsche Meisterschaft in Tuttlingen.
Bei der Süddeutschen Meisterschaft in Tuttlingen am 14. Und 15. Februar traf unsere Mannschaft in Gruppe B auf den Münchner SC, die TG Worms und den Mannheimer HC. Den Auftakt gegen den späteren Süddeutschen Meister Münchner SC verlor das Team 1:6, gegen dieses Team war an diesem Wochenende kein Kraut gewachsen. Doch die Mannschaft steckte den Kopf nicht in den Sand und antwortete im zweiten Spiel mit einem souveränen 7:1 gegen Worms. Im entscheidenden dritten Gruppenspiel um den Einzug ins Halbfinale fehlte gegen den Mannheimer HC, den späteren Süddeutschen Vizemeister, etwas die Durchschlagskraft und das Spiel ging am Ende vielleicht etwas zu hoch mit 0:3 verloren. Als Gruppendritter ging es in die Platzierungsrunde. Mit einem Sieg gegen den VFL Bad Kreuznach und einem Unentschieden gegen den baden-württembergischen Meister HC Ludwigsburg sicherte sich Hanau souverän den fünften Platz.
Die Mannschaft hat nach der erfolgreichen Feldsaison auch in dieser Hallensaison bewiesen, dass sie zur hessischen Spitze gehört und sich auch auf überregionaler Ebene nicht verstecken muss. Mit Teamgeist, einer starken Defensive und der nötigen Nervenstärke in den entscheidenden Momenten hat sich das Team einen hervorragenden fünften Platz bei der Süddeutschen und den Vizemeistertitel in Hessen mehr als verdient. Ein besonderer Dank geht an Trainer Santiago Fuentes der das Team mit viel Herzblut und Leidenschaft durch diese großartige Saison begleitet hat.

Es spielten: Emma Buchwalter, Milla Fetz, Lia Günther, Emilia Heller, Sarah Kupczyk, Greta Lach, Sophia Peters, Luise Reckmann, Pauline Schmitz, Alexandra Schulz, Liv Spriesterbach, Hannah Wein und Louisa Zedel

